Wallfahrtskirche Hessenthal

Wallfahrtskirche Hessenthal

Wallfahrtskirche zu Hessenthal

Nähere Anhaltspunkte für die Gründungszeit sind nicht bekannt, doch scheint ganz allgemein im 13. Jahrhundert die Besiedlung des Elsavatales durch die Erzbischöfe aus Mainz erfolgt zu sein. Als "Hesilndal", "Haseltal" erscheint der Ort in zwei Urkunden von 1293 und 1294, als "Heselntal" 1419, "Hesseltall" 1425/48, "Hesselendahl" 1492.
Die Gründungslegende für die Wallfahrt berichtet von einem zweifelnden Ritter, der durch sein auf wundersame Weise blutig gewordenes Schwert von der Existenz der Wunder überzeugt wurde. Er fand ein Muttergottesbild und errichtete an der Fundstelle eine kleine Kapelle für das Bild. Später erbaute er eine größere Kapelle am heutigen Ort, in die das Bild gebracht wurde. Da es indessen immer wieder über Nacht in das alte Kapellchen zurückkehrte, gelobte er, an jedem zweiten Pfingsttage mit dem Bild eine Wallfahrt zu der alten Kapelle zu unternehmen. Von der Zeit an blieb es an seinem Platz in der neuen Kapelle.
Damit war die Wallfahrt begründet und der Weg zur alten Kapelle, genannt "Herrenbild" (ca. 1Km nordwestlich des Kirchhügels von Hessenthal) festgelegt. Wann die Wallfahrt zur ständigen Einrichtung wurde, lässt sich nicht mehr feststellen, doch darf die Ablassurkunde des Erzbischofs Gerhard von Mainz vom Mai 1293 für die Hessenthaler Kirche als Hinweis gewertet werden, dass die Wallfahrt bereits einige Zeit vor 1293 bestand. Vom Ende des 10. Jahrhunderts bis zur Säkularisation 1803 gehörte das Gebiet Hessenthal zum Erzstift Mainz.

Im Jahre 1454 wurde die Gnadenkapelle erbaut. Die alte Wallfahrtskirche entstand im Jahre 1439, das Langhaus um 1600. Die neue Wallfahrtskirche wurde erbaut in den Jahren 1952 bis 1954, eine gelungene Verbindung von Alt und Neu, renoviert wurde sie in den Jahren 1978/79.
Am 1. Februar1969 wurde die Pfarrei Hessenthal - Mespelbrunn errichtet.